Digitalisierung: Jobkiller oder Jobwunder?

Gerade auch aufgrund der Digitalisierung befindet sich unsere Lebens- und Arbeitswelt in einem tiefgreifenden Wandel. Dabei beeinflusst die fortschreitende Digitalisierung auch die Arbeitsprozesse in den Unternehmen. Digitale Technologien, Big Data und künstliche Intelligenz sind die Treiber dieser digitalen Transformation. Die Industrie 4.0 ist hier ein Paradebeispiel. Aber nicht nur im produzierenden Gewerbe führt die Digitalisierung zu Veränderungen. Neue Geschäftsmodelle und digitale Lösungen transformieren auch das Dienstleistungsgewerbe. Dies stellt Management und HR vor veränderte Anforderungen bei Mitarbeitern und neue Herausforderungen bei der Personalgewinnung – und es stellt sich die Frage, ob die Digitalisierung zum Jobkiller oder Jobwunder wird.

Die Digitalisierung schafft neue Jobs
Während einige neue Technologien wie etwa autonome Fahrzeuge, Drohnen oder Roboter in manchen Branchen wie beispielsweise in der Logistik und im Transportwesen zu Jobverlusten führen werden, werden in zahlreichen Branchen und Arbeitsbereichen neue Jobs entstehen. Vor allem Jobs aus dem Digital-, Technik- und IT-Umfeld haben Hochkonjunktur. Bewerber aus diesem Tätigkeitsbereichen sind stark gefragt.

So ging der deutsche Digitalverband Bitkom im letzten Jahr von 20.000 neuen Arbeitsplätzen in der ITK-Branche in 2016 aus. Darüber hinaus berichtete die Bundesagentur für Arbeit in der „Fachkräfteengpassanalyse“ noch im Dezember 2016 von einem Mangel insbesondere in IT-Systemanalyse und Anwenderberatung sowie in den Bereichen Mechatronik und Automatisierung.

Entgegen der Befürchtung vieler deutscher Unternehmen, die Digitalisierung entpuppe sich zum Jobkiller, werden durch die Digitalisierung neue Tätigkeitsfelder und Jobprofile geschaffen, die es früher so oder zumindest noch nicht in diesem Ausmaß gab. Gebraucht werden IT-Profis für die intelligente Fabrik, Digital-Spezialisten für smarte Produkte und Dienstleistungen oder Techniker für automatisierte Maschinen. Im Technik-, Digital- und IT-Bereich ist die Digitalisierung demnach eher Jobwunder denn Jobkiller.
Doch die neuen Jobprofile beschränken sich nicht nur auf klassische Informatik-Stellen. Für die digitale Transformation sind Experten aus allen Bereichen gefragt. So braucht es beispielsweise Change Manager, die den digitalen Wandel im Unternehmen vorantreiben, ebenso wie Kommunikationsexperten, die diesen Change intern und extern vermitteln.

Stellenangebote für Digital-Denker 
Die Nachfrage nach Fachkräften für die Bewältigung der digitalen Transformation nimmt rasant zu. Digital-Know-how ist für Bewerber entscheidender denn je zuvor. Und auch für Unternehmen sind digitale denkende Köpfe ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Die Jobbörse JobStairs hat diese Entwicklung intensiv beobachtet und nun entsprechend reagiert. Ein eigener Jobchannel für den Bereich „Digitalisierung“ bündelt alle Jobangebote der JobStairs-Partnerunternehmen aus diesem Bereich angefangen beim Data Scientist über den Digital Transformation Designer bis hin zum Projektleiter für die Digitale Fertigung. Über 1.500 Stellenangebote sind aktuell online. Dies macht den heiß begehrten Digitalisierungsspezialisten die Jobsuche einfacher und komfortabler. Sie sehen auf einen Blick alle für sie relevanten Jobs bei deutschen Großunternehmen.

Jobstairs mit Jobchannel Digitalisierung
Jobstairs mit Jobchannel Digitalisierung

Matching-Technologie in der Entwicklung
JobStairs entwickelt sein Angebot stetig fort. Der Jobchannel „Digitalisierung“ ist dabei nur einer von mehreren neuen Services. Aktuell arbeiten die Programmierer der Plattform an dem Matching-Algorithmus „AI-Match“. Ein erster Schritt in Richtung des Einsatzes „Künstlicher Intelligenz“. Denn der Algorithmus liefert Bewerbern auf Basis eines Kurzprofils individualisierte und auf sie zugeschnittene Stellenangebote. Dafür gleicht dieser vollautomatisiert die über 30.000 Stellenangebote des Jobportals mit den Bewerberdaten ab. Der Algorithmus merkt sich dabei Treffer und Ähnlichkeiten und wird so mit der Zeit immer besser. Digitale Fachkräfte aber auch Spezialisten anderer Arbeitsbereiche werden so künftig noch einfacher und bequemer für sie relevante Jobs finden.

 

 

 

 

 

 

Gero Hesse

Gero Hesse

Ich bin Gero Hesse, Macher, Berater und Blogger in den Themenfeldern Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting, Social Media und New Work. Mehr Infos über Gero Hesse.

3 Gedanken zu „Digitalisierung: Jobkiller oder Jobwunder?

  • 19. Juni 2017 um 07:16
    Permalink

    Sehr interessanter Link Astrid, den ich nur empfehlen kann! Die Problematik bei der Digitalisierung sehe ich vor allem darin, dass viele ältere Menschen den Wandel nicht mehr so schnell vollziehen können. Ich habe viele Firmen erlebt wo das der Fall war…

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  • Pingback: Update Recruiting 17.05 - die Recruiting Topics im Mai 2017

  • 24. Mai 2017 um 17:30
    Permalink

    Digitalisierung der Arbeitswelt ist nicht einseitig und bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile. Einige Mitarbeiter können diese Veränderungen nicht meistern, insbesondere, wenn ihr Arbeitsalltag dadurch sehr ungünstig geworden ist, so dass man, zum Beispiel, stundenlang vor dem Bildschirm sitzt, obwohl man früher öfter telefoniert oder sich persönlich mit den Menschen getroffen hat. Den Übergang in die Arbeitswelt 4.0 kann der zuständige Betriebsrat erleichtern: https://www.ifb.de/betriebsrat/seminare/termin/arbeit-40-arbeitsschutz-in-der-digitalisierten-arbeitswelt-120304.html , damit die Interessen von dem Unternehmen und der Belegschaft gewahrt werden.

    Antwort

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