Definition VISIT – HR Online Marketing

Definition VISIT – In der saatkorn. Serie HR Online Marketing widmen wir uns heute nach der PageImpression und Adimpression dem dritten technischen Begriff, dem Visit zu und bringen auch nochmal alle technischen Begriffe in einen Zusammenhang. Wie immer ist dieser Beitrag in Zusammenarbeit mit der AGOF Akademie und Marion Beckers entstanden. Ein dickes DANKE an dieser Stelle 😉

Definition Visit

Ein Visit bezeichnet einen zusammenhängenden Nutzungsvorgang. Ein Visit beginnt, wenn ein Nutzer innerhalb eines Angebotes eine PageImpression erzeugt. Jede weitere PageImpression, die der Nutzer im Folgenden innerhalb des Angebotes erzeugt, wird diesem Visit zugeordnet.

Die Website Karriere.de beispielsweise erzeugte im Dezember 2016 0,39 Mio. Visits, also 0.39 Mio. zusammenhängende Nutzungsvorgänge. Von wie vielen Personen / Usern diese Visits erzeugt wurden und wie viele PageImpressions dahinter liegen, ist nicht ersichtlich. Der Visit gibt also Auskunft darüber, wie viele Besuche (Visit) in einem Monat erfolgen, unabhängig davon, ob Personen einmal oder mehrmals das Angebot besucht haben. Man erhält damit einen ersten Eindruck über die technische Größe eines Angebots.

Wichtig in Bezug auf den Visit ist der Faktor Zeit

Der Visit wird als beendet angesehen, wenn länger als 30 Minuten keine PageImpression durch den Nutzer erzeugt worden ist. Wechselt der Nutzer auf ein neues Angebot und kehrt innerhalb von 30 Minuten auf das alte Angebot zurück, so wird kein neuer Visit gezählt. Wechselt der Nutzer auf ein neues Angebot und kehrt nach Ablauf einer Frist von 30 Minuten auf das alte Angebot zurück, so wird ein neuer Visit gezählt.

Kommen wir nun nochmal auf unser Beispiel von karriere.de zurück.

Die Grafik zeigt, es werden 0,39 Mio. Visits und 0,84 Mio. PageImpressions im Dezember erreicht. Dies lässt den Rückschluss zu, dass pro Besuch der Webseite karriere.de, der Besucher durchschnittlich 2,15 Seitenaufrufe (PI) erzeugt. Man kann mit Hilfe der beiden Werte erkennen, ob ein User auch viele Unterseiten des Angebots beim Besuch anschaut. Ein anderes Angebot aus dem Themenbereich (wir lassen aus Wettbewerbsgründen den Namen bewusst ungenannt) generiert z.B. mit jedem Visit bereits 4 PageImpressions. Das Userverhalten kann später für die Mediaplanung von Interesse sein. Ebenso hilft es dem Webseitenbetreiber als auch dem Vermarkter der Webseite, bei der Einschätzung des Userverhaltens auf seinem Portfolio. Auf der nachfolgenden Grafik können Sie auch schon einen Blick auf einen weiteren Wert werfen, dem Unique User. Dem Mediabegriff werden wir uns noch intensiv in Folge 4 widmen.

Definition Visit am Beispiel von karriere.de
Definition Visit am Beispiel von karriere.de

Definition Visit: PageImpression, AdImpression und Visit im Zusammenspiel

Ein User besucht das Angebot von Spiegel.de und erzeugt damit automatisch einen Visit, zeitgleich auch eine PageImpression und je nachdem wie viele Werbeplätze auf dem Angebot sind, auch die entsprechende Anzahl von AdImpressions. Der User interessiert sich nun für einen Artikel in einer Unterkategorie Sport und ruft die Seite auf. Es wird kein neuer Visit gezählt, jedoch eine neue PI und die entsprechenden AIs. Erst wenn der User die URL des Angebots Spiegel verlässt und nicht innerhalb der 30 Minuten Frist zurückkehrt ist der Visit beendet.

 

An dieser Stelle sei aber schon so viel verraten: Im Oktober 2016 haben karriere.de 0,28 Mio. unterschiedliche Personen besucht. Und in 14 Tagen geht es mit dem Unique Client weiter.

Gero Hesse

Gero Hesse

Ich bin Gero Hesse, Macher, Berater und Blogger in den Themenfeldern Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting, Social Media und New Work. Mehr Infos über Gero Hesse.

Ein Gedanke zu „Definition VISIT – HR Online Marketing

  • 5. Februar 2017 um 13:50
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    Das Visit und die Pegeldmpression sind nichts anderes als Aufmerksamkeitsmesser z.B. zur Planung neuen einer Werbung aus den Erfahrungen einer bereits gemachten. Rechnet man im Controlling diesen Erfolg nach Aufwand/Nutzen ist schnell zu erkennen, was nicht ankommt oder besser unterläßt. Aber nur die Befragung der Kunden, am besten und teuersten über Dritte, können Details oder Motive offenbaren als dieses grobe Instrument.
    Was die Werbe-Erfolgsmessung angeht so handelt es sich um eine Modernisierung oder Adaption an Neues, ist aber an sich kein neues Instrument.
    Sie ist genauer als Fords Spruch, dass die Hälfte der Werbung überflüssig sei, er aber nicht wüßte welche.
    Sollte es sich ergeben mit Nutzern, Lesern, Käufern, Konsumenten, Hörer direkt zu reden, wenn die Gelegenheit dazu ist, sollte man es immer nutzen solche Daten auf ihre Verwendbarkeit abzusichern, sonst ist es Spielerei, weil diese in der Praxis zu selten ausgewertet, bewertet, Schlüsse gezogen und Veränderungen daraus resultieren, aber dazu sind sie eigentlich zu teuer, wenn man es nicht macht.

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