truffls & Young Professionals – Interview mit Clemens Dittrich

truffls – schon seit geraumer Zeit verfolge ich die Entwicklung dieser app (zum Beispiel HIER). Als Start Up in Köln gestartet, dann nach Berlin gewechselt und inzwischen – laut eigener Pressemitteilung Premium Talent Platform für Young Professionals. Grund genug, einmal bei truffls Ko-Gründer Clemens Dittrich genauer nachzufragen. Auf geht’s:

saatkorn.: Clemens, bitte stelle Dich den saatkorn. LeserInnen doch kurz vor.
Hallo, ich bin Clemens Dittrich, einer der Gründer von truffls, der Premium Talent-Plattform für Young Professionals. Oben auf dem Foto bin ich rechts, mein Ko-Gründer Matthes Dohmeyer ist links zu sehen.

saatkorn.: Eure Plattform truffls scheint sich prächtig zu entwickeln. Anhand welcher Kennzahlen lässt sich diese positive Entwicklung ablesen?
Durch enge Kontakte zu Unternehmen bekommen wir täglich mit, wie das Thema Mobile Recruiting nach und nach in den Personalabteilungen an Bedeutung gewinnt und ein fester Bestandteil für die Mitarbeitergewinnung wird. Natürlich verzeichnen wir durch unsere wachsende Bekanntheit einen kontinuierlichen Anstieg an Talenten, geschalteten Stellenausschreibungen und Umsätzen, aber besonders freuen wir uns über die Geschichten dahinter. Wir erhalten ständig Feedback von Bewerbern und Unternehmen, die mit truffls zueinander gefunden haben. Diese Erfahrungsberichte veröffentlichen wir wöchentlich in unserem Blog.

Der truffls Dashboard Screen
Der truffls Dashboard Screen

saatkorn.: Erläutere doch bitte kurz, wie Personaler und Unternehmen von truffls profitieren können.
Personaler und Unternehmen profitieren insbesondere davon, auf effizientem Weg an gut ausgebildete Kandidaten zu kommen. Insbesondere an die “passiv Suchenden” Kandidaten, die zwar Wechselinteresse haben, aber noch nicht aktiv Bewerbungen schreiben, kommen Recruiter normalerweise nicht so einfach. Gleichzeitig bilden wir mit unserem System einen schlanken Bewerbungsprozess ab, mit dem man sehr kurzfristig geeignete Kandidaten kontaktieren kann. Recruiter erhalten schnell Feedback und Rückmeldungen, da sie Kandidaten direkt dort erreichen, wo sie sich täglich aufhalten: auf ihrem Smartphone. Diese prominente und persönliche Platzierung nutzen Unternehmen zusätzlich als Maßnahme für ihr Employer Branding.

saatkorn.: Welche Bewerberzielgruppe ist für truffls besonders interessant? – Der Fokus scheint auf gut ausgebildeten Young Professionals zu liegen…
So ist es. Der durchschnittliche truffls-Kandidat hat bereits einige Jahr Berufserfahrung gesammelt und ist Anfang Dreißig. Drei Viertel der Bewerber weisen ein abgeschlossenes Studium vor und sind insbesondere an Positionen in den Bereichen Marketing, Kommunikation, Vertrieb, Personal, IT und administrativen Tätigkeiten interessiert.

Der Bildungsgrad von truffls Kandidaten
Der Bildungsgrad von truffls Kandidaten

saatkorn.: Wie viele Talente habt Ihr bereits in der truffls Datenbank?
Bisher haben sich über 200.000 Kandidaten die truffls App runtergeladen.

saatkorn.: Nun habt Ihr den Plattform-Ansatz ja auch durch Talent Scouts erweitert. Truffls ist mithin nicht mehr „nur“ eine Plattform, sondern bietet auch persönlichen Service, richtig?
Ganz genau – unsere Talent Scouts stehen täglich in Kontakt zu einer Vielzahl an Kandidaten. Passt ein Bewerber gut auf eine Vakanz und hat diese noch nicht entdeckt, wird er von uns kontaktiert. Und umgekehrt: Hat ein Kandidat sehr genaue Vorstellungen von seinem nächsten Job, suchen wir für ihn mit. In manchen Fällen freuen sich Nutzer dann doch über den Kontakt zu Menschen statt Maschinen.

saatkorn.: Kommt Ihr damit nicht in die Richtung von Headhunting?
Definitiv. Das war für uns der nächste logische Schritt. Der große Unterschied zum klassischen Headhunting ist aber, dass wir zum einen natürlich mit truffls eine weitgehend automatisierte Plattform entwickelt haben – und zum andern, dass wir auch zur Unterstützung der Aktivitäten zum Beispiel unserer Talent Scouts eine Menge Technologie entwickelt haben, die eine Headhunting-ähnlichen Ansatz skalierfähig macht. Da wir stark auf Kandidatenqualität setzen, möchten wir Unternehmen natürlich nur die Kandidaten präsentieren, die an dem Job interessiert sind UND ein passendes Profil vorweisen. Die Bewerber werden also vorab auf die Erfüllung von Qualitätskriterien gefiltert. Zusätzlich bieten wir auf Wunsch eine Shortlist-Garantie mit einer vereinbarten Mindestanzahl an passenden Bewerbern.

saatkorn.: Welche weiteren Schritte plant Ihr mit truffls. Wo wollt Ihr heute in 3 Jahren stehen?
Wir glauben stark an eine tiefe Integration unseres Produkts und Services. Das bedeutet, wir möchten so weit wie möglich alles “aus einer Hand” anbieten. Bereits jetzt ist truffls deutlich mehr als eine reine Stellenanzeigen-Plattform und bietet für Unternehmen z.B. Funktionen, wie man sie aus Bewerbermanagement-Systemen kennt. In diese Richtung wollen wir immer weitergehen und so eines Tages auch Funktionen wie das Vertragswesen oder Onboarding neuer Mitarbeiter etc. abdecken und so für Kandidaten und Unternehmen den gesamten Recruiting-Prozess deutlich einfacher, entspannter und transparenter gestalten – eben indem wir “von vorne bis hinten” alles abdecken.

saatkorn.: Clemens, vielen Dank für das Interview – und weiterhin viel Spaß und Erfolg mit truffls!

Gero Hesse

Gero Hesse

Ich bin Gero Hesse, Macher, Berater und Blogger in den Themenfeldern Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting, Social Media und New Work. Mehr Infos über Gero Hesse.

Ein Gedanke zu „truffls & Young Professionals – Interview mit Clemens Dittrich

  • 17. Oktober 2017 um 21:51
    Permalink

    Ich habe mit Truffles gute und schlechte Erfahrungen gemacht. Was waren die Cons? Leider viele unqualifizierte „Bewerbungen“, d.h. Bewerber, die sich auf die Anzeige beworben hatten, kamen gar nicht in Frage, weil das Profil nicht wirklich gepasst hat. Was steht auf der Pro-Seite? Tatsächlich habe ich über Truffls eine Mitarbeiterin gewinnen können! Ich hatte insgesamt ca. 36 Bewerber (ca. 21 über Truffles, ca. 15 klassisch auf die Anzeige von Stepstone) ist es tatsächlich jemand von Truffles geworden. Da ich nichts für die Anzeige bei Truffles zusätzlich bezahlen musste, hat sich die passive darüber gelohnt. Tatsächlich musste ich fast nichts machen, denn Truffles hatte die Stepstone-Anzeige einfach übernommen.

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.