Perspektivwechsel im Employer Branding

Warum „Perspektivwechsel im Employer Branding“? Und: Einladung zur Buchvernissage im Rheingau, siehe unten…

Perspektivwechsel im Employer BrandingWir befinden uns in einem grundlegenden Wandel vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt. Aufgrund der demografischen Entwicklung und der Digitalisierung gibt es fundamentale Änderungen, die sich insbesondere in der gestiegenen Bedeutung des Individuums auf dem Arbeitsmarkt äußern. Natürlich: aktuell betrifft das längst noch nicht alle Zielgruppen und Branchen, aktuelle Studien – zuletzt von der Boston Consulting Group – zeigen aber, dass sich der Arbeitsmarkt in Deutschland in einem Paradigmenwechsel befindet. Bereits deutlich erkennbar in Zielgruppen wie ITlern oder Ingenieuren, stärker spürbar in ländlichen Regionen macht sich allen Unkenrufen zum Trotz der Mangel an Fachkräften immer mehr bemerkbar. Und das beileibe nicht nur für Berufserfahrene, sondern insbesondere auch in jungen Zielgruppen, verstärkt durch die geburtenschwachen Jahrgänge. Der jährlich erscheinende Berufsbildungsbericht spricht hier eine klare Sprache. Zukunftsforscher wie Sven Gábor Jánzsky gehen davon aus, dass der deutschen Wirtschaft in 10 Jahren zwischen 2 und 5,2 Millionen Arbeitskräfte fehlen werden.

Und wie wurden unsere HR Abteilungen in den letzten 15 Jahren aufgebaut, welche Instrumente und Prozesse kommen dort größtenteils zum Einsatz? – Eben Prozesse, die noch für das „alte Denken“, in dem es weitaus mehr Kandidaten als Stellen gab, stehen. Der Berufs des Recruiters unterliegt einem massiven Wandel, Themenfelder wie Employer Branding und Talent Management werden immer wichtiger.

Vor diesem Hintergrund kommt den Wünschen und Wertvorstellungen der Generation Y und Generation Z besondere Bedeutung zu. Nicht dass andere Generationen zuvor sich nicht auch gern mehr Autonomie, Demokratie, Flexibilität bei der Arbeit gewünscht hätten. Nur: der Markt funktioniert eben mit Angebot und Nachfrage. Und die Generationen Y und Z sind erstmals in der Situation, dass dieses Denken nicht nur gesellschaftsfähig wird, sondern aufgrund der Marktprinzipien eine ganz andere Bedeutung bekommt: die Machtverteilung zwischen Unternehmen und Mitarbeitern verschiebt sich – zugunsten der Mitarbeiter.

Das, was auf individueller Ebene jeden freut – für Wissensarbeiter mit gutem Fachwissen ist, Flexibilität vorausgesetzt, die Wahrscheinlichkeit, längere Zeit arbeitslos zu werden eher gering – stellt die Unternehmen insbesondere in der Personalarbeit vor große Herausforderungen. Möglicherweise sogar existenzielle Herausforderungen, denn wer keine neuen Mitarbeiter mehr bekommt, der steht schlecht da. Auch und gerade, wenn die Auftragsbücher voll sind.

Vor diesem Hintergrund haben Prof. Dr. Roland Mattmüller von der European Business School Oestrich-Winkel und ich als Herausgeber ein Buch zusammen gestellt, welches sich unter dem Titel „Perspektivwechsel im Employer Branding: neue Ansätze für die Generationen Y und Z“ diesem Themenfeld widmet und gerade im Springer Gabler Verlag erschienen ist. Neben grundlegenden Überlegungen, die in einem pragmatischen Lösungsansatz für Unternehmen, dem „House of Employer Branding“, zusammen gefasst sind, gibt es ergänzende Cases namhafter Ko-Autoren wie beispielsweise Marcus Reif (EY und Blogger), Christoph Fellinger (Beiersdorf und Blogger), Jörg Buckmann (ehemals VBZ und Blogger), Jo Diercks (Cyquest und Blogger) oder Ali Mahlodji (whatchado).

Im Rahmen einer Buchvernissage wird das Buch am 14.7.2015 ab 18:30 Uhr auf dem Campus der EBS in Oestrich-Winkel im schönen Rheingau vorgestellt. Es gibt Wein, Fingerfood und nette Leute. In einer geselligen Runde von Fachexperten wird gefachsimpelt und Networking betrieben. – Und ein paar Restplätze für die Buchvernissage gibt es exklusiv für saatkorn.-LeserInnen noch:

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Wie man auf die Einladungsliste kommt? – Schick mir einfach eine Mail an: saatkorn@googlemail.com. Aber bitte nur ernst gemeinte Anfragen – wir haben noch 10 Plätze zu vergeben, first come, first serve. Und für uns ist die Planbarkeit wichtig: Mails nach dem 30.6. kann ich leider nicht mehr berücksichtigen…
Ich freue mich auf einen schönen Abend!

 

Gero Hesse

Gero Hesse

Ich bin Gero Hesse, Macher, Berater und Blogger in den Themenfeldern Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting, Social Media und New Work. Mehr Infos über Gero Hesse.

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