Studitemps heute in der saatkorn. HR Startup Serie

Im Rahmen der saatkorn. HR Startup Serie stelle ich Euch heute Studitemps vor. Ich habe dazu mit Benjamin Roos und Andreas Wels (Foto oben) gesprochen. Have fun:

saatkorn.: Bitte stellt Euch den saatkorn. LeserInnen doch kurz vor.
Studitemps ist über die letzten 10 jahre zu Deutschlands größtem Personaldienstleister für Studenten und Young Professionals herangewachsen. Wir sind monatlich Arbeitgeber für über 7.000 Studenten – deutschlandweit. Die Studierenden werden bei Studitemps angestellt und an über 1.000 Unternehmen in Zeitarbeit  überlassen.

saatkorn.: Warum gibt es Euer HR Startup?
Gegründet wurde Studitemps von Benjamin Roos und Andreas Wels, damals 22 und 23 Jahre alt. Benjamin hat damals selbst einen Studentenjob neben der Uni gesucht – gefunden hat er eine frustrierende Arbeit am Fließband. Das sollte sich mit Studitemps und der dazugehörigen Jobplattform Jobmensa ändern. Wir wollen Studenten bei uns eine verlässliche Anstellung bieten, mit der sie ihr Leben finanzieren können. Gleichzeitig sammeln die Studierenden bei uns ihre ersten, wertvollen Erfahrungen im Arbeitsmarkt und bekommen einen Einblick in ganz verschiedene Unternehmen. Unsere Kunden ermöglichen wir die einfache und verlässliche Zusammenarbeit mit Studenten.

saatkorn.: Was ist Eure konkrete Business Idee?
Wir sind vor allem gut gut darin Arbeitsverhältnisse in Teilzeit effizient zu managen und für alle Beteiligten sehr einfach zu gestalten. Das passt zur derzeitigen Lage in Deutschland: Die Zahl der Studenten an deutschen Hochschulen steigt. 2009 noch knapp 2 Millionen, sind es 2019 fast 2,9 Millionen. Und immer mehr müssen neben der Uni jobben, Studentenjobs sind gefragt wie nie. Auf der anderen Seite können Unternehmen wöchentliche oder jährlich verteilte Mehrauslastungen nicht mehr durch den festen Personalstamm auffangen. In Deutschland herrscht nahezu Vollbeschäftigung, gute Arbeitskräfte sind umkämpft.

Studitemps hilft hier aus, nimmt Studenten unter Vertrag und bietet ihnen wie Unternehmen die Flexibilität der Arbeitszeit, die beide brauchen. Auf diesem Weg konnte Studitemps allein 2018 über 50 Millionen Euro an Bruttogehältern an Studenten ausschütten.

Eines darf man hier aber nicht vergessen: Studitemps ist zum großen Teil eine Tech-Company! Die Software in unserem System für Schichtplanungen, Abrechnung, Recruiting ist eine der besten am Markt und unser Herzstück für den zukünftigen Self-Service für Studenten und Unternehmen.

saatkorn.: Welche Kunden habt Ihr bereits überzeugen können?
Die Kundenpalette ist sehr bunt. Vom Gaskraftwerk, über Hotels und Gastronomie, bis zum Marktforschungsinstitut und Modeketten ist alles dabei. Ein paar Namen: Deutsche Bahn, NDR Media, Fossil, Media Markt und Primark.

saatkorn.: Was ist Eure Vision – wo wollt Ihr in 3 Jahren stehen?
Mit dem was wir machen, sind wir bereits Marktführer in Deutschland und das wollen wir natürlich bleiben. Wenn man sich die Niederlande oder Skandinavien ansieht, dann wird einem das Potential der Personaldienstleistung mit Studenten und Absolventen erst bewusst: Dort ist es selbstverständlich, anerkannt und erwünscht, sowohl neben dem Studium in Zeitarbeit zu arbeiten, als auch nach dem Studium über einen Personaldienstleister in die Arbeitswelt zu finden. Da wollen wir hin. Das heißt, dass wir monatlich 20.000 Studenten beschäftigen und zu einem Begleiter der Studierenden, vom Abitur bis zu den ersten Jahren im Berufsleben als Akademiker werden wollen. Gerade das Geschäft mit Absolventen und Young Professionals wollen wir mit unserem gewonnenen Wissen weiter ausbauen – die Grundlage dafür ist da: Wir sind bereits ein verlässlicher Partner und Arbeitgeber für Tausende Studierenden und kennen deren Wünsche und Bedürfnisse, auch über den Uni-Abschluss hinaus. Neben Studitemps für die Zeit während des Studiums, versuchen wir hier mit jobeinstieg.de auch die erste Anlaufstelle für junge Absolventen zu werden. Der Übergang von Studium in das Berufsleben ist eine entscheidende Zeit, bei der wir unseren akademischen Nachwuchs tatkräftig unterstützen wollen.

saatkorn.: Wenn Ihr heute 3 Wünsche frei hättet, welche wären das?

  1. Mehr Wertschätzung für unser Geschäft. Zeitarbeit ist sehr negativ konnotiert – wie wir finden zu Unrecht. Gerade für Studenten bietet Zeitarbeit die Flexibilität die sie brauchen und die Löhne sind bei uns über dem gesetzlichen Mindestlohn. Mit Equal Pay, Branchenzuschlägen und Höchstüberlassung ist schon viel passiert, was den schwarzen Schafen das Leben schwer macht, leider aber auch den Guten. Wir würden gerne mehr über gute Tarifverträge und weniger über den Gesetzgeber regeln.
  2.  Ähnliche Gesetze wie in Schweden (weniger Bürokratie / geringere Lohnnebenkosten für junge Menschen, um Jugendarbeitslosigkeit zu vermindern)
  3. Ein Traum wäre natürlich, wenn der komplette Self Service und der Aufbau unseres Absolventengeschäfts schon ausgerollt und der Markteintritt in bspw. den USA erfolgreich vollzogen wäre – aber man darf sich auch nicht zu viel wünschen 🙂 .

 

saatkorn.: Wo und wie kann man Euch am Besten ansprechen?
An unseren 22 Standorten deutschlandweit persönlich oder über studitemps.de, jobeinstieg.de und jobmensa.de digital.

saatkorn.: Herzlichen Dank für das Interview – und weiterhin viel Spaß und Erfolg mit Studitemps!

An alle GründerInnen: wenn Ihr mit Eurem HR Startup auch in dieser Serie gefeatured werden möchtet, beantwortet mir diese Fragen und packt aussagekräftiges Bildmaterial (ist für die Vermarktung über Social Media unerlässlich) dazu. Kost nix 😉

Gero Hesse

Gero Hesse

Ich bin Gero Hesse, Macher, Berater und Blogger in den Themenfeldern Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting, Social Media und New Work. Mehr Infos über Gero Hesse.

Ein Gedanke zu „Studitemps heute in der saatkorn. HR Startup Serie

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    6. August 2019 um 15:56
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    Wow, tolles Konzept. Genau sowas hätte es zu meiner Zeit als Student gebraucht. Ich musste mich mit dem Verteilen von Prospekten über Wasser halten. Spannend zu sehen, wie uns die Skandinavier auch hier MAL WIEDER mindestens einen Schritt voraus sind…

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