Staufenbiel kauft Gradeview

Staufenbiel hat vor einiger Zeit Gradeview gekauft – eine spannende Konstellation im Studentenmarketing tut sich da auf. Grund genug, einmal bei Staufenbiel und Gradeview nachzufragen. Rede und Antwort standen Birgit Giesen, Staufenbiel Geschäftsführerin, sowie Max Weber, Gründer von Gradeview. Auf geht’s: 

saatkorn.: Bitte stellen Sie sich den saatkorn.-LeserInnen doch kurz vor.
Max Weber: Ich bin Max Weber und ich habe gemeinsam mit Jonas Menk Gradeview Anfang 2013 gegründet. Da waren wir noch Studenten. Ich habe BWL studiert und einen Master-Abschluss. Jonas hat einen Bachelor im Maschinenbau und ist bei uns für die Webentwicklung zuständig. Da ist er ein alter Hase, er hat schon vor zehn Jahren bei meiner ersten Gründung die Webseite erstellt. Ich kümmere mich um alle kaufmännischen Belange bei Gradeview.
Birgit Giesen: Ich bin Birgit Giesen und seit mehr als 25 Jahren Geschäftsführerin bei Staufenbiel Institut. Stand in den ersten Jahren der Ausbau des Staufenbiel Print-Portfolios im Vordergrund, habe ich seit 1995 vor allem die Online-Medien systematisch vorangetrieben. Als Autorin zahlreicher Bücher und Fachbeiträge, als Referentin und Trainerin wie auch als Organisatorin von Studien und Awards befasse ich mich vor allem mit den Themen Employer Branding & Recruiting, Personalentwicklung und Weiterbildung.

saatkorn.: Was macht „Gradeview“?

Max Weber: Gradeview bietet Studenten drei konkrete Nutzen: Sie können ihre Noten verwalten, sich miteinander vergleichen und sie erhalten passende Jobs. Inzwischen nutzen über 50.000 Studenten in Deutschland und Österreich das Tool. Durch das Notenmanagement können sich Studenten Fragen beantwortet wie: „Welche Abschlussnote habe ich schon sicher?“, „Welche Abschlussnote kann ich im besten Fall noch erreichen?“, „Wie beeinflussen zukünftige Klausurergebnisse meinen Durchschnitt?“ Sie können aber nicht nur ihre Noten mit anderen vergleichen, sondern auch die Anzahl und Dauer von Praxiserfahrung und die Studiengeschwindigkeit. Am Ende des Tages erhält so jeder Student Vorschläge zu passenden Stellen und Unternehmen. Arbeitgeber können genau auswählen, für wen ihre Stellenanzeigen relevant sind. Besonders spannend ist auch, dass sie detaillierte Auswertungen erhalten, welche Zielgruppe sie tatsächlich erreicht haben.

saatkorn.: Warum passt Gradeview so gut zu Staufenbiel?
Max Weber: Weil die Produkte von Staufenbiel und Gradeview absolut komplementär sind. Dass man mit Gradeview durch das Notenmanagement schon frühzeitig und regelmäßig Studenten erreicht, ergänzt sich bestens mit dem umfassenden Karriereangebot von Staufenbiel Institut. Auch die Möglichkeit, dem Studenten auf Basis seines Profils nicht nur passende Jobs, sondern auch passende Master-Studiengänge vorschlagen zu können, spricht für einen guten Fit. Wir hatten außerdem für Gradeview immer auch einen internationalen Rollout im Blick – und da passt Staufenbiel Institut mit seiner internationalen Aufstellung perfekt.

saatkorn.: Inwiefern wird Gradeview nach außen hin eine eigene Marke bleiben, oder wird Gradeview ein direkter Teil von Staufenbiel?
Birgit Giesen: Gradeview wird als eigenständige Marke bestehen bleiben. Die Plattform spricht die Zielgruppe der Studenten bereits in einer sehr frühen Phase an und ergänzt damit idealerweise unser Jobportal staufenbiel.de, das stärker auf die examensnahen Studenten, Absolventen und Young Professionals fokussiert ist. So begleiten wir künftig Nachwuchskräfte noch besser von der ersten Orientierung bis hin zur konkreten Arbeitgeberwahl.

saatkorn.: Was sind die mittelfristigen Erwartungen, die Sie an den Kauf von Gradeview knüpfen?
Birgit Giesen: Angesichts des demografischen Wandels und des drohenden Fachkräftemangels müssen selbst große Konzerne mit starken Arbeitgebermarken Talente sehr frühzeitig ansprechen und an ihr Unternehmen binden, um für offene Stellen die richtigen Mitarbeiter zu finden. Gradeview unterstützt dieses Talent Relationship Management der Unternehmen ganz gezielt: Dank der detaillierten User-Profile können Unternehmen ohne Streuverluste zu einem sehr frühen Zeitpunkt Kontakt zu passgenauen Kandidaten aufnehmen und diese Kontakte systematisch pflegen. Als Active Sourcing Tool ist gradeview.de somit ein wichtiger Mosaikstein für die Bildung eines unternehmenseigenen Talent Pools.

saatkorn.: Frau Giesen, Herr Weber – vielen Dank für das Interview. 

Gero Hesse

Gero Hesse

Ich bin Gero Hesse, Macher, Berater und Blogger in den Themenfeldern Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting, Social Media und New Work. Mehr Infos über Gero Hesse.

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