BYDER in der SAATKORN HR Startup Serie

Byder heißt das HR Startup, welches ich Dir hier im Rahmen der SAATKORN HR Startup Serie vorstelle. Ich konnte mit Co-Founder und CEO Otto Maurer sprechen. Auf geht’s:

SAATKORN: Bitte stell dich den Saatkorn Leser*innen doch kurz vor.

Byder Co-Founder und CEO OTTO MAURER
Byder Co-Founder und CEO OTTO MAURER

Sehr gern! Ich bin Otto Maurer, einer der zwei Gründer von byder.io. Ich vertrete als CEO unser Startup nach außen. Angefangen hat alles 2020 mit der Idee eine Plattform zu starten, mit der wir die hohe Nachfrage nach Talenten decken können. Die Idee entsprang der Frustration, die mein Mitgründer Stefan Titze und ich empfanden, während wir über viele Jahre unter der mangelnden Digitalisierung in der Branche gelitten haben.

Mit unserem Startup verfolgen wir die Vision, das schlechte Image und Vertrauen in der Zusammenarbeit mit Personaldienstleistern zu verbessern. Wir wollen die Recruitingbranche wortwörtlich aufräumen, in dem wir sie nicht nur digitalisieren, sondern auch zentralisieren.

Mit einer digitalen Plattform möchten wir die “behind the Scene work” automatisieren und Entscheidungsprozesse transparent gestalten. Obwohl wir um die Notwendigkeit unserer Plattform wussten, weil seit geraumer Zeit zunehmend Stellen unbesetzt bleiben, waren wir überrascht, wie schnell wir Features, wie die Kontaktanbahnung, die Vertragsverhandlung und das Talentmangement etablieren konnten.

Byder.io hat sich damit schnell zu einem Herzensprojekt entwickelt, weil ich meine Leidenschaft für HR und Recruiting kreativ umsetzen und damit vielen Menschen helfen kann, das richtige Team für ihre individuellen Missionen aufzubauen. Neben 160 aktiven Nutzern, die byder.io zur Besetzung spezifischer Stellen aktiv nutzen, haben wir die ersten Anfragen für Großaufträge erhalten. Eine schöne Entwicklung, wenn man bedenkt, dass die Personaldienstleistungsbranche mit vielen Vorurteilen zu kämpfen hat.

Die Welt besser machen

SAATKORN: Warum gibt es Byder?

Die Gründe für das Entstehen von Startups sind vielfältig.

Viele Start-Ups werden aus frustrierenden Erfahrungen geboren, was auch bei byder.io der Fall war. Als Sales Manager eines Personaldienstleisters sah ich mich oft mit der Situation konfrontiert, zwar die passenden Kandidat*innen für offene Stellen zu haben, jedoch keinen Zugang zu den HR-Verantwortlichen zu bekommen. Nach kurzer Zeit konnte ich die Palette möglicher Ausreden auswendig. Sätze, wie: Wir arbeiten bereits mit unseren Haus-Dienstleistern zusammen; noch ein Dienstleister und wir machen nichts anderes als euch zu koordinieren.” waren die Regel und drückten auf die Motivation.

Als ich 2018 meinen Mitgründer Stefan bei meinem damaligen Arbeitgeber kennenlernte, beschäftigte er sich mit digitalen Prozessen im Recruiting. Schnell ließ uns eine Frage nicht mehr los: Warum gibt es keine digitale Plattform mit standardisierten Prozessen und Konditionen, die das langwierige Onboarding, aufwendige Verwalten und endlose Abstimmen so stark vereinfacht, dass die Zusammenarbeit zwischen Dienstleistern und für beide Seiten wieder zielführend ist. Und somit war die erste Idee zu byder.io geboren.

Auf der ganz fachlichen Seite gibt es uns, weil wir schlichtweg gebraucht werden. Laut einer Studie der IAB Nürnberg wurden zum Beispiel für den Zeitraum Januar bis März 2022 1,74 Mio. Stellen als unbesetzt vermerkt. Die Zahl steht exemplarisch für die Schwierigkeiten von Unternehmen, die richtigen Bewerber*innen zu finden.

Mit byder.io schaffen wir einen neuartigen Recruitingansatz, der unseren menschlichen Ansprüchen gerecht wird und gleichzeitig auf die dynamische Lage auf dem Arbeitsmarkt reagiert und den Ruf der gesamten Branche restauriert.

Innovatives Recruiting mit byder

SAATKORN: Was ist Eure konkrete Business Idee?

Wer im aktuellen Talentmarkt schnell offene Stellen besetzen will, braucht auch schon mal vereinzelt Unterstützung von Externen, wie z.B. Personalvermittler, -berater,  -dienstleister oder Headhunter. Hat man den vermeintlich Richtigen am Markt gefunden, beginnen meist langwierige Vertragsverhandlungen, Onboarding-Prozesse und umfassende Abstimmungen. Dabei geht vor allem eines verloren: Zeit und Nerven – Ressourcen, die ein Unternehmen nicht vergeuden sollte.

Darum gehen wir den umgekehrten Weg! Unternehmen können über die Plattform oder direkt aus ihrem Bewerbermanagementsystem heraus ihre Stellen veröffentlichen, bei denen sie externe Unterstützung im Recruiting möchten. Unser Netzwerk aus bisher über 100 Dienstleistern sehen die Stellen und matchen ihre Talentpools.  Spannend wird es mit unserem innovativen Algorithmus, der aus vorliegenden Lebensläufen und Stellenanforderungen passgenau Kandidat*innen und Unternehmen matcht. Damit wollen wir unseren Kunden in der Vorauswahl Zeit und Energie sparen. Anders als große soziale Plattformen, verlassen wir uns aber nicht einzig auf den Algorithmus. Unsere Kunden können jederzeit selbst agieren und finden bei byder.io immer einen persönlichen Ansprechpartner.

Damit sparen sich Dienstleister die lästige Kaltakquise und erhalten Zugang zu neuen Kunden, deren Aufträge sie ansonsten nur mit viel Aufwand oder gar nicht erst bekommen hätten. Über eine intuitive Nutzeroberfläche können sie die vorgeschlagenen Kandidat*innen verwalten und im jeweiligen Bewerbungsstatus tracken.

Byder HR Startup SAATKORN
Hier geht’s zu Byder!

 

Startups, Mittelstand & Konzerne als Kunden

SAATKORN: Welche Kunden habt ihr bereits überzeugen können?

Bisher befinden sich über 160 Nutzer auf unserer Plattform, unter ihnen aufstrebende Startups, wie Betterbasics oder Wandelbots, viele mittelständische Unternehmen, die uns als “Plug and Play” Lösung für ein digitales Recruiting nutzen, als auch große Unternehmen und Konzerne, wie Cyberport, die CB Bank oder Sachsenenergie, die über eine Schnittstelle byder.io als B2B Ergänzung zu ihren bestehenden Bewerbermanagementsystemen nutzen. Auf Vermittlerseite profitieren eine Vielzahl an Headhuntern, aber auch größere Dienstleister wie GULP von unserer Plattform, um neue Kunden zu erreichen ohne in die direkte Ansprache gehen zu müssen.

Ziel: das größte unabhängige Headhunting Netzwerk aufbauen

SAATKORN: Was ist Eure Vision – wo wollt Ihr in 3 Jahren stehen?

Wir denken Personaldienstleistung neu und wollen in den nächsten Jahren das größte unabhängige Netzwerk an spezialisierten Personaldienstleistern und -vermittlern in der DACH-Region entwickeln. Das ist natürlich eine ambitionierte Herausforderung, aber bei den aktuellen Marktgegebenheiten und bei der Nachfrage bzw. Dringlichkeit eine realistische Zielsetzung.

Mit den Megatrends der letzten Jahre, in der New Work einen erheblichen Teil einnimmt, unterliegen alle Branchen einer intensiven Dynamik. In drei Jahren kann nicht nur bei uns viel passieren, sondern auch im Recruiting. Digitale Lösungen im HR Management sind kaum noch wegzudenken. Gleichzeitig ist ein Umdenken im Mittelstand zu beobachten.

Daher werden wir strategisch betrachtet unsere aktuelle Ausrichtung als Plattform erweitern und als uns digitaler Schnittstellenanbieter zwischen den jeweiligen HR Systemen positionieren. Somit kann der gesamte Recruitingprozess über Dienstleister nicht nur zentralisiert, sondern auch zwischen den verschiedenen Tools am Markt End-to-End abgewickelt werden. Das umfasst neben der Personalvermittlung auch die Einsatzplanung, Abwicklung und Optimierung in der Arbeitnehmerüberlassung.

Wir bieten folglich eine ganzheitliche Lösung für verschiedenste Unternehmensgrößen und Digitalisierungsgrade. Kleine Unternehmen, die am Anfang des Digitalisierungsprozesses stehen, können byder.io als “Plug&Play” Lösung nutzen und ihr Bewerbermanagement online abwickeln. Größere Unternehmen, die bereits mit verschiedenen digitalen Tools arbeiten, bieten wir über Schnittstellen an, diese mit der Plattform zu verknüpfen.

Weg vom Verwalten, Hin zum Gestalten

SAATKORN: Wenn Ihr heute 3 Wünsche frei hättet, welche wären das?

Wir haben in der Vergangenheit am eigenen Leib gespürt, dass sich das Recruiting immer weiter vom Menschen entfernt und sich zu einer verwaltenden Tätigkeit entwickelt hat. Viele Prozesse sind aufwendig und nervtötend. Daher wünschen wir uns, dass sich in Zukunft das Blatt wieder wendet und Arbeitgeber erneut die Zeit finden, sich mehr auf die Bewerber*innen und die Person, die sich hinter dem Lebenslauf und den Zertifikaten verbirgt, zu konzentrieren.

Unser zweiter Wunsch wäre es, dass sich New Work Ansätze auch in KMUs etablieren. Wir sehen im eigenen Team, welche Motivation entstehen kann, wenn den Mitarbeitern Vertrauen, Freiraum und Flexibilität geschenkt wird.

Als letztes drücken wir uns natürlich die Daumen für eine tolle Journey, die von einem grandiosen Team begleitet wird. Den notwendigen Spirit dafür finden wir alle in der Vision, mit byder.io ein Problem zu lösen, das nahezu alle Branchen gleichermaßen betrifft.

Nehmt Kontakt auf!

SAATKORN: Wo und wie kann man Euch am Besten ansprechen?

Ganz einfach! Mit einem Klick auf unserer Website können wir ins Gespräch kommen. Ansonsten auch gern über LinkedIn Kontakt aufnehmen oder wir sehen uns auf den Messen, auf denen wir endlich wieder vertreten sind. Lasst uns gern auf eine Limo auf der ZP Europe, Hannover Messe oder der TalentPro zusammensetzen und in den Austausch gehen. Wir sind gespannt zu hören, welche Gedanken und Erfahrungen ihr zu diesen Themen habt. Wir freuen uns auf euch!

SAATKORN: Otto, herzlichen Dank für das Interview – und weiterhin viel Spaß und Erfolg mit Byder!

🚀 Bist Du auch Startup FOUNDER*IN?

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Gero Hesse

Ich bin Gero Hesse, Macher, Berater und Blogger in den Themenfeldern Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting, Social Media und New Work. Mehr Infos über Gero Hesse.

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