StepStone: Unlock mit Vera Koltermann

Gestern ging StepStone mit seiner UNLOCK Kampagne an den Start. Letzten Endes werden damit die verschiedenen StepStone Units, nämlich StepStone, Universum, Studydrive, Cammio und Compensation Partner unter einer Marketing-Story gebündelt. Verantwortlich ist dafür Vera Koltermann, Head of Employer Branding & Solutions bei StepStone Deutschland GmbH. 
Ich hatte Gelegenheit, Vera ein paar Fragen dazu zu stellen. Auf geht’s: 

SAATKORN: Vera, bitte stelle Dich den SAATKORN Leser:innen doch kurz vor.

In einem gefühlt ersten Leben war ich fast 20 Jahre in der strategischen Beratung im Produktmarketing für Marken wie Beiersdorf, Tchibo, OBI und Henkel. Das war lange Zeit spannend, aber ich bin jemand, der immer wieder neue Impulse sucht. Deshalb habe ich mit Mitte 30 neben dem Job Psychologie studiert und sehr schnell mein Herz für Employer Branding entdeckt. Mir war klar, dass sich viele Prinzipien von der Produktmarke auf die Arbeitgebermarke übertragen lassen. Ich mache in der Regel keine halben Sachen. Deshalb habe ich meine Komfortzone verlassen, war zunächst freiberufliche Beraterin und dann Leiterin der Bereiche Consulting und Campaigning bei DEBA. Seit Mai 2021 verantworte ich bei StepStone den Bereich Employer Branding & Solutions.

Die Stepstone Units

SAATKORN: StepStone kennt man gemeinhin als führendes Jobboard, aber schon seit einiger Zeit sammelt Ihr unter der Dachmarke ja auch weitere Leistungsangebote. Was findet man im Februar 2022 alles unter StepStone?

In der Einheit Employer Branding & Solutions sind mehrere Unternehmen integriert, z. B. Marken wie Universum oder Studydrive. Das heißt, es ist kein originäres StepStone Team, sondern ein Melting Pot aus Spezialist:innen rund um das Thema Arbeitgebermarke. Wir können damit alle Bedarfe rund um Employer Branding Beratung, Aktivierung und Analyse, bestimmte Zielgruppenansprachen, aber auch Recruitinglösungen wie Video-Recruiting oder die Gehaltssteuerung aus einer Hand abdecken. Das finde ich insofern spannend, als der Dienstleistermarkt im Employer Branding sehr stark fragmentiert ist und HRler häufig verschiedene Dienstleister jonglieren müssen, die meist nichts voneinander wissen. Da sind Bruchstellen quasi vorprogrammiert. Das wollen wir zusammenführen und ganzheitliche Lösungen anbieten. Statt 5 Einzelverträgen können Kunden bei uns alles in einem Vertrag bündeln – wenn sie das wollen. Es gibt m. E. bisher niemanden im Employer Branding, der das Ganze dann noch mit Recruiting zusammengeführt hat. Einfach, weil meist die Kompetenzen fehlen. Fast alle Dienstleister können entweder das eine ODER das andere. Wir wollen das UND sein.

Fokus Employer Branding

SAATKORN: Insbesondere Employer Branding hat es Euch ja angetan. Mit Universum gibt es ja schon seit vielen Jahren eine dem StepStone „Konzern“ zugehörige Agentur. Wie verzahnt Ihr nun die verschiedenen Leistungsbausteine?

Wir gehen jetzt einen großen Schritt weiter. Heute sind wir ein Team mit integrierten Prozessen und einer gemeinsamen Idee, was wir für unsere Kunden erreichen wollen. Es war so ein bisschen wie beim Bau eines Hauses: Zuerst muss die Elektrik funktionieren, bevor Du die Wände streichst. Wenn das Haus nur gut aussieht, aber nichts funktioniert, wirst Du nicht lange darin wohnen wollen. Wir haben unser Haus zusammen erbaut, die Einrichtung steht, wir sind bereit, Gäste zu empfangen.

Fokus Bedarfsanalyse

SAATKORN: Welche Vorteile entstehen daraus für Eure Kunden?

Insgesamt wird bei vielen unserer Kund:innen Employer Branding & Recruiting noch zu wenig verzahnt gedacht. Da schlummern ungenutzte Potenziale, die wir gemeinsam heben können. Wir wollen Employer Branding & Recruiting auf ein neues Level heben. Manchmal reicht das Drehen an einer kleinen Schraube, um einen Schritt nach vorn zu machen. Manchmal braucht es auch das große Rad. Da gibt es kein One-size-fits-all, jeder Kunde ist anders, jeder braucht eine individuelle Beratung und passgenaue Lösung. Deshalb liegt bei uns der Fokus zunächst in der Bedarfsanalyse. Kunden sehen häufig nur die Symptome: dass die Time-to-hire sich verlängert, die Kündigungsrate oder die Recruitingkosten steigen. Als Teil des Systems ist ihnen der Blick für die Ursache oft verstellt. Wir bringen Licht ins Dunkel und aktivieren die Ressourcen, die in ihnen und der Organisation liegen. Wir erfinden nichts, was nicht da ist.

In der Betreuung selbst hat jeder Kunde dann nur eine:n Account Manager:in, der:die je nach Bedarf die verschiedenen Expertisen mit an den Tisch holt. Viele unserer Kunden schätzen genau diesen Convenience-Aspekt. Genauso gilt aber auch: Wenn ein Kunde einfach nur eine ganz bestimmte Produktlösung möchte, kann er das natürlich auch bei uns bekommen. Wir machen nicht stumpf Schema F.

Wirklich EINS?

SAATKORN: Wie eng werden die verschiedenen Units wie Cammio, Studydrive, Universum oder gehalt.de mit StepStone verzahnt? Gibt es eine organisatorische Einheit mit einer gemeinsamen P&L?

Ja. Wie schon erwähnt, wie sind nicht mehr nur auf dem Papier, sondern wirklich EINS. Und dennoch bewahrt jeder Bereich seine individuelle Subkultur, seine persönliche Identität. Denn genau darin, in der Vielfalt, der Unterschiedlichkeit, liegt ja die Kraft und der Charme dessen, was wir tun. Uns verbindet aber eine Art soziale Identität, ein gemeinsamer Kern und das gilt fürs Mindset genauso wie für die P&L. Die Botschaft an alle HR-Verantwortlichen ist: Dies alles findest Du unter StepStone. Trotzdem wollen wir jetzt nicht einfach alles blau anstreichen. Der Reason-to-believe, warum StepStone diese Leistungen unter einem Dach anbieten kann, sind ja gerade die Produkte und Spezialist:innen der verschiedenen Marken. Die kannst Du nicht einfach ersetzen. Wollen wir auch gar nicht.

StepStone Vera Koltermann SAATKORN
Hier geht’s zur Unlock Kampagne von StepStone

Kein gemeinsamer Sales-Ansatz

SAATKORN: Gibt es dabei auch einen gemeinsamen Sales-Ansatz? Die Vermarktung von Stellenanzeigen unterscheidet sich ja massiv vom Verkauf von Employer-Branding-Projekten …

Es wäre unsinnig zu erwarten, dass die klassischen StepStone Berater:innen plötzlich Expert:innen für Employer Branding sind. Aber sie sind das Ohr am Kunden. Sie sind meist die Ersten, denen sich ein Kunde anvertraut. Und bisher konnten sie dem Kunden keine andere Lösung anbieten als Stellenanzeigen. Jetzt schon. Und dann kommt er zu uns. In der Regel sind wir dann gemeinsam beim Kunden, denn sonst hätten wir allein hier schon wieder die erste Bruchstelle. Wir wollen den Kunden bestmöglich verstehen, um dann eine auf ihn zugeschnittene Lösung mit ihm zusammen zu entwickeln. Das Zusammen ist auch hier wichtig. Die eigentliche Beratung machen dann wir, aber wir bleiben immer verbunden. Zum Beispiel haben wir aktuell einen Kunden, der eine globale EVP mit uns entwickelt. Bereits im laufenden Employer-Branding-Prozess fahren wir A/B-Tests von Prototypen überarbeiteter Texte und Bilder in Stellenanzeigen, spielen diese international aus und koppeln die Erkenntnisse wieder ins Employer-Branding-Projekt zurück. Das sind Ende-zu-Ende-Lösungen verbunden mit agiler Arbeitsweise, die es sonst nirgendwo gibt. Damit sind wir die perfekte Ergänzung zum E-Recruiting.

Vera Koltermann: Sub-Brands bleiben bestehen

SAATKORN: Gibt es am Ende nur noch die Marke StepStone oder behaltet Ihr die Sub-Brands bei?

Die Marke StepStone ist das Dach, unter dem sich alle Marken und Leistungen versammeln. Wie im Auftritt auf unserer B2B-Webseite und in unseren Sales-Unterlagen erkennbar, sind die Einzelmarken weiterhin vorhanden und notwendig. Wir brauchen die Kraft der Marken, die Technologie ihrer Produkte und die Kompetenz der Menschen hinter den Marken, um selbst glaubwürdig für diese Leistungen zu sein.

SAATKORN: Welche Ziele wollt Ihr mit Eurem Ansatz bis Ende 2022 erreicht haben, sodass Du ein positives Jahresfazit ziehen kannst?

Unser oberstes Ziel ist ein qualitatives: Wir wollen mit unseren „Employer Branding & Solutions“-Angeboten dazu beitragen, mehr Potenziale zu entfalten. Heißt für uns als Marke StepStone, dass wir noch stärker strategischer Partner für ganzheitliche Talent Acquisition werden. Wir wollen neu denken, den Blick weiten und diesen Gedanken auch in die Branche tragen: Seid offen dafür, lasst neue Impulse rein. Wie wir das erreichen wollen? Indem wir in den Dialog gehen: mit unseren Kunden, mit Meinungsführer:innen wie Dir, aber auch mit Formaten, die echten Diskurs und Weiterdenken erlauben. Ich glaube an die Kraft von Beziehungen und Netzwerken. Denn eins ist ganz klar: Wir können die enorme Herausforderung, die mit der zunehmenden Arbeiterlosigkeit auf uns zu kommt, nur gemeinsam überwinden. Kurzum: Wir möchten 2022 mehr zusammenwachsen, um zusammen mehr zu wachsen.

SAATKORN: Vera, ganz herzlichen Dank für das Interview. Und viel Spaß mit und bei StepStone!

 

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Gero Hesse

Ich bin Gero Hesse, Macher, Berater und Blogger in den Themenfeldern Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting, Social Media und New Work. Mehr Infos über Gero Hesse.

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