interview mit mcdonald’s vorstand personal wolfgang goebel

interview mit mcdonald’s vorstand personal wolfgang goebel

mcdonald’s ist bislang eines der wenigen unternehmen, welches massiv employer branding auch im tv betreibt. zu besten werbezeiten flimmerten bereits in 2010 spots über die mattscheibe (oder den lcd screen), welche mcdonald’s als arbeitgeber der für diversity steht, präsentierten. die kampagne wird aktuell fortgesetzt, hier ein aktuelles video. berichtet wurde in der employer branding blogosphäre ja auch schon ausführlich darüber, zum beispiel von jo diercks oder auf dem personalmarketingblog.

grund genug für saatkorn., mcdonald’s personalvorstand wolfgang goebel einmal auf den zahn zu fühlen.

saatkorn.: mcdonald’s hat als eines der ersten unternehmen in deutschland fernsehwerbung mit einer klaren employer branding botschaft gemacht. was ist ihr fazit zu der kampagne, haben sie den erfolg beispielsweise an erhöhten und/oder qualitativ hochwertigeren bewerbungseingängen messen können?
der erfolg der kampagne hat unsere erwartungen übertroffen und zwar in zweifacher hinsicht: sowohl die wahrnehmung von mcdonald’s als guter arbeitgeber als auch die bewerbungsentwicklung haben sich verbessert. große teile der öffentlichkeit haben unser ziel verstanden, authentisch über die arbeit in unserem unternehmen berichten zu wollen. zudem haben im jahr 2010 die qualität und quantität der eingegangenen bewerbungen stark zugenommen.

saatkorn.:  die erste kampagne hatte – was die auswahl der testimonials angeht – ja ein klares statement zum thema diversity. welche bewerberzielgruppen sind aus recruiting-perspektive für mcdonald’s besonders relevant?
ja, die kampagne ist ein klares statement von mcdonald’s zu diversity. es arbeiten mitarbeiter aus 128 nationen bei uns. dies ist teil der unternehmenskultur und spiegelt zudem die vielfalt der gäste von mcdonald’s wider. unsere mannschaft ist international aufgestellt, das wollen wir auch unseren potenziellen bewerbern zeigen. insbesondere suchen wir bewerber für unsere ausbildungen zum/zur fachmann/fachfrau für systemgastronomie und zur fachkraft im gastgewerbe in der systemgastronomie. mit der fachkraft sprechen wir vor allem hauptschüler an.

saatkorn.: die kampagne wird ja nun fortgesetzt. was sind die ziele von mcdonald’s? werden inhaltlich andere schwerpunkte gelegt?
im dritten teil der kampagne stehen die themen ausbildung und diversity im vordergrund. wir zeigen, dass wir vom hauptschüler bis zum abiturienten jedem eine perspektive bieten. insofern liegt der akzent anders, das statement zu diversity bleibt stehen und kommt in der auswahl der mitarbeiter wieder zum ausdruck. ziel war und ist über mcdonald’s als arbeitgeber zu informieren, mit vorurteilen aufzuräumen und zu zeigen, dass jeder bei mcdonald’s eine perspektive hat.

 

saatkorn.: ist der kampagne wieder ein interner auswahlprozess der testimonials vorausgegangen?
ja, die fünf protagonisten des tv-spots wurden erneut aus den mcdonald’s-auszubildenden und -studenten gecastet. sie repräsentieren die verschiedenen möglichkeiten eines berufseinstiegs und zeigen, dass bei mcdonald’s chancengleichheit gelebte realität ist: unabhängig von nationalität, herkunft oder sozialem status bekommt jeder die möglichkeit, sich zu beweisen.

saatkorn.: mich hatte gewundert, dass die erste kampagne zwar massiv in tv und auch in print stattfand, social media aber nur ein rand-thema war. wird social media als personalmarketing-kanal zukünftig für mcdonald’s an relevanz gewinnen oder ist das aus ihrer sicht nicht der richtige kanal?
wir nutzen unsere social-media-kanäle auch, aber bisher nicht schwerpunktmäßig für personalmarketing. natürlich gehört alles, was auf unseren social-media-kanälen stattfindet, mit zur visitenkarte des unternehmens und ist deshalb ein relevanter kanal um an potenzielle mitarbeiter heranzutreten. mcdonald’s ist unter anderem mit einem eigene profil auf facebook vertreten. hier äußern sich ehemalige mitarbeiter auch über ihre tätigkeit bei mcdonald’s und sind damit wertvolle botschafter. auf meinem eigenen blog berichte ich unter http://www.employerbranding-blog.de seit ende januar über meine tätigkeit als personalvorstand bei mcdonald’s und erläutere beispielsweise die hintergründe unserer entscheidungen. für ausgewählte kanäle werden wir das personalmarketing in zukunft verstärken, zum beispiel auf  unserem xing-account.

saatkorn.: ist der demographische wandel im kontext recruiting für mcdonald’s ein thema? wenn ja, was sind ihre über die aktuelle kampagne hinausgehenden maßnahmen, um dem fachkräftemangel zu begegnen?
ja, wie alle unternehmen spüren wir bereits die auswirkungen des fachkräftemangels. konkret reagieren wir nicht nur durch unsere kampagne darauf. durch individuelle fördermöglichkeiten und maßgeschneiderte perspektiven bieten wir eine gute zukunft für alle unsere mitarbeiter. so wollen wir erreichen, dass unsere angestellten möglichst lange bei mcdonald‘s bleiben. zudem ermöglichen wir durch flexible arbeitszeitmodelle menschen in unterschiedlichsten lebenssituationen eine tätigkeit bei mcdonald’s. als unternehmen sind wir auch aufgefordert, der politik unsere bedürfnisse aufzuzeigen. deshalb setze ich mich auch als mitglied im präsidium des bda (bundesvereinigung der deutschen arbeitgeberverbände) für dieses thema ein: aus sicht der unternehmen ist die zuwanderung so zu gestalten, dass positive effekte auf die gesamte wirtschaft abstrahlen.

saatkorn.: herr goebel, ganz herzlichen dank für das interview und weiterhin viel erfolg mit ihren spannenden aktivitäten bei mcdonald’s!

Gero Hesse

Gero Hesse

Ich bin Gero Hesse, Macher, Berater und Blogger in den Themenfeldern Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting, Social Media und New Work. Mehr Infos über Gero Hesse.

4 Gedanken zu „interview mit mcdonald’s vorstand personal wolfgang goebel

  • 6. Oktober 2013 um 20:39
    Permalink

    Sehr geehrte Damen und Herren
    Sehr geehrter Herr goebel,

    leider haben wir auch was zu beanstanden gegen über der Freundlichkeit beim personal in halle Saale da wir am 06.10.2013 um 19:15 Uhr etwas zu uns genommen haben wurden wir nicht so freundlich bedient die Dame wahr sehr unhöflich da wir sie in ihrer Privaten Gespräche gestört haben.
    Das wahr natürlich nicht schön von der Seite des Unternehmen leider können wir ihnen denn Namen nicht nennen da dort keine Namen wie es bei anderen ist nicht da wahren.
    Wir haben uns entschlossen nicht wieder bei Ihr Unternehmen zu speisen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Familie Kupferschmidt

    Antwort
    • 15. Januar 2014 um 08:54
      Permalink

      Jetzt ist ein ganzes Unternehmen in Frage gestellt ,nur weil sie einmal unhöflich bedient wurden.Das ist nicht fair und noch viel unfairer ist es,dieses auch noch zu schreiben.Das nächste Mal gehen sie zum leitenden Schichtführer und schildern sie ihre Situation.Aber das was sie da tun,ist wirklich unschön.

      Antwort

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