5 Tipps für einen agileren Recruitingprozess

Silke Paruszewski von CareerBuilder5 Tipps für einen agileren Recruitingprozess:
ein Gastbeitrag von Silke Paruszewski, European Editor bei CareerBuilder

Recruiter stehen heute vor großen Herausforderungen. Denn qualifizierte Mitarbeiter sind in vielen Bereichen immer seltener geworden – und deshalb oft schwer zu finden. Und haben Sie dann doch mal ein Top-Talent an der Angel, ist es gar nicht so einfach, diesen Kandidaten auch langfristig für sich zu gewinnen. Denn gerade gute Bewerber erhalten heute oft mehrere Angebote. Sind Ihre Personaler dann nicht schnell genug, könnten sie vielversprechende Kandidaten schnell an ihre Wettbewerber verlieren.

Doch wie setzen Sie sich im „Kampf um die besten Talente“ durch? Der Schlüssel zum Erfolg: Ein Recruiting-Prozess, der so effizient und bewerberzentriert ist wie möglich – denn je schneller und agiler Ihr Recruiting-Team agieren kann, desto größer ist Ihre Chance, die Top-Talente vor allen anderen für sich zu gewinnen.
Wir haben 5 Tipps, wie Sie Ihren Bewerbungsprozess wirksam optimieren:

  1. Der erste Eindruck zählt: Stellenanzeige und Karriereseite
    Ihre Entscheidung für ein Unternehmen machen Bewerber heute immer häufiger von der Art des Recruitings und ihren dabei gewonnenen individuellen Erfahrungen mit dem Arbeitgeber – der sogenannten Candidate Experience – abhängig. Das beginnt schon bei der Stellenanzeige und der Information über einen potentiellen neuen Arbeitgeber. Gestalten Sie Ihre Karriereseite so professionell und ansprechend wie möglich. Testen Sie auch, wie oft Ihre Stellenanzeige in der organischen Suche auftaucht. Ist diese Zahl geringer als der Branchendurchschnitt, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass Ihre Anzeige möglicherweise nicht ansprechend genug formuliert oder aufgrund fehlender bzw. unpassender Keywords nicht für Suchmaschinen optimiert ist.
  2. Benutzerfreundlichkeit und maximale Reichweite
    Mehr als die Hälfte der Internetnutzung in Deutschland geht von mobilen Endgeräten aus – und diese Zahl wird sich Schätzungen zufolge noch weiter erhöhen. Laut der 360-Grad-Studie von CareerBuilder sucht bereits fast die Hälfte der Kandidaten mobil nach neuen Jobs. Dabei würde sich jeder Vierte – bei den Bis-25-Jährigen sogar jeder Dritte – gerne auch mobil bewerben. Stellen Sie also sicher, dass Ihre Karriereseite auch für mobile Endgeräte optimiert ist, um keinen Bewerber auf der Straße stehen zu lassen. Idealerweise sollten sich interessierte Kandidaten ebenfalls per Smartphone oder Tablet auf eine offene Stelle in Ihrem Unternehmen bewerben können, beispielsweise über die Weiterleitung Ihres Social-Media-Profils oder ihrer in der Dropbox abgespeicherten Bewerbungsunterlagen.
  3. Schlanke Bewerbungsprozesse senken die Abbruchrate
    Die Entscheidung, sich zu bewerben und dann tatsächlich eine Bewerbung zu versenden sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Technische Probleme oder langwierige, zu komplizierte Bewerbungsprozesse können dazu führen, dass Kandidaten den Bewerbungsprozess frühzeitig abbrechen. Die Mehrheit aller Kandidaten (86,5 Prozent) wünscht sich einen Online-Bewerbungsprozess, der nicht mehr als 20 Minuten in Anspruch nimmt. 50,4 Prozent finden sogar, dass 10 Minuten genügen sollten. Mithilfe eines professionellen Bewerbermanagement-Systems können Sie herausfinden, ob und warum Bewerber Ihren Prozess abbrechen – und dieses Wissen anschließend nutzen, um Ihr Verfahren zu verbessern. Nur so nutzen Sie jede Gelegenheit, den besten Bewerber für Ihre Vakanz zu finden.
  4. Bewerber individueller und schneller kontaktieren
    Auch eine möglichst kurze Reaktionszeit und persönliche Kommunikation ist den Bewerbern wichtig: Die CareerBuilder-Studie fand heraus, dass jeder Dritte Kandidat schon mal eine Bewerbung auf Grund langwieriger Prozesse oder schleppender Kommunikation abgebrochen hat. Indem Sie Bewerbern eine Rückmeldung geben und Beziehungen zu ihnen aufbauen, bringen Sie ihnen nicht nur ein Höchstmaß an Wertschätzung entgegen, sondern haben auch die Chance, sich von Ihren Wettbewerbern abzuheben.
  5. Remarketing und Wiederansprache von Kandidaten über den Talent Pool
    Ihr firmeneigener „Talent Pool“ bietet eine weitere Möglichkeit, sich gegenüber den Branchenbesten zu profilieren. Vor allem in der heutigen Zeit des Fachkräftemangels könnte eine Talent Pipeline von großer Bedeutung sein: Bieten Sie Bewerbern auch nach einer Absage (oder gerade dann!) an, Mitglied in Ihrem Talent Pool zu werden und regelmäßig Informationen über aktuelle Stellenangebote in Ihrem Unternehmen zu erhalten. Bedenken Sie: Ein Bewerber von heute könnte schon morgen der perfekte Kandidat für eine neu entstehende Vakanz sein. In diesem Fall schnell auf bereits vorhandene Kandidaten-Profile zurückgreifen und Bewerber erneut ansprechen zu können, dürfte in vielen Fällen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen.

Silke Paruszewski ist als European Editor bei CareerBuilder tätig und beschäftigt sich hier tagtäglich mit den Themen Human Resources und Recruiting. CareerBuilder ist der weltweite Marktführer für HR-Lösungen. Durch stetige Innovation, herausragende Technologie und lückenlose Kundenbetreuung zu jedem Zeitpunkt hilft CareerBuilder dabei, die passenden Talente mit den passenden Vakanzen zusammenzubringen.

 

 

 

 

 

 

Gero Hesse

Gero Hesse

Ich bin Gero Hesse, Macher, Berater und Blogger in den Themenfeldern Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting, Social Media und New Work. Mehr Infos über Gero Hesse.

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