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#FOODFORTHOUGHT: ANTHROPIC-Study about AI & the Jobmarket

#FOODFORTHOUGHT Anthropic Study AI and the jobmarket SAATKORN Gero Hesse

#FOODFORTHOUGHT Anthropic Study AI and the jobmarket SAATKORN Gero Hesse

#FOODFORTHOUGHT: ANTHROPIC-Study about AI & the Jobmarket

German version below

If you think about AI and the Jobmarket it is safe to say, that AI Adoption will Decide the Future of the Jobmarket. If you are paying attention to AI, most of the conversation still revolves around the question „Will AI replace jobs?“. After reading Anthropic’s latest study, I’m convinced we’re asking the wrong question. Because the real story isn’t what AI can do: it’s what WE actually do with it. One chart in particular makes this painfully clear:

Anthropic Study AI and the Jobmarket

 

This chart shows two things:

1. What AI is theoretically capable of

2. What is actually happening in real work environments today

The gap between those two is where the future of the job market will be decided.

The theory: AI can already do a lot

The study introduces the concept of AI exposure — the share of tasks within a job that AI could theoretically perform. The results are striking: In fields like software development, finance, and legal, exposure often reaches 80–90%. Even traditional office and administrative roles show very high exposure.

A large share of today’s knowledge work is already AI-capable in principle. That is the blue area in the chart.

The reality: we are using only a fraction of it

Now comes the critical part. The study also measures observed exposure — what AI is actually doing in real professional use. And here, the picture changes completely:

Instead of 80–90%, actual usage often sits at just 20–40%. In many areas, it is even lower. The red area remains far behind the blue one. Or put differently: We are currently using only a fraction of what is already possible.

The real issue: it’s all about adoption

What matters most is: AI is not the bottleneck – WE are. Why?

🔥 processes are not redesigned

🔥 tools are not embedded deeply enough

🔥 skills are uneven

🔥 and in my opinion most important: mindsets are still in “wait and see” mode

Right now, AI is limited less by capability and more by execution.

Why this matters for HR and leadership

In HR, we often focus on:

👉 Which jobs will disappear

👉 Which skills will be needed

Both are valid. But they miss the bigger point. The key question is: how fast can we turn AI capability into real productivity?

Because that is what will separate companies:

Some will continue to discuss AI and others will actually operationalize it.

My 5 cents: We are overestimating AI strategically and underestimating it operationally. 

Strategically, we know what AI can do. Operationally, adoption is still lagging behind. And that is where leadership comes in: Not in understanding AI, but in making sure it is actually used.

The future of the job market will not be decided by what AI can do. It will be decided by how fast we close the gap between capability and adoption.

 

 

ANTHROPIC-Studie zu KI und dem Arbeitsmarkt

Deutsche Version unten

Die Einführung von KI wird über die Zukunft des Arbeitsmarktes entscheiden. Wenn man sich mit KI beschäftigt, dreht sich der Großteil der Diskussion immer noch um die Frage: „Wird KI Arbeitsplätze ersetzen?“ Nachdem ich die neueste Studie von Anthropic gelesen habe, bin ich überzeugt, dass wir die falsche Frage stellen. Denn es geht nicht darum, was KI leisten kann, sondern darum, was WIR tatsächlich damit machen. Eine Grafik macht dies besonders deutlich:

Anthropic Study AI and the Jobmarket

Anthropic-Studie: KI und der Arbeitsmarkt

Diese Grafik zeigt zwei Dinge:

1. Wozu KI theoretisch in der Lage ist

2. Was heute tatsächlich in realen Arbeitsumgebungen geschieht

Die Kluft zwischen diesen beiden Punkten ist entscheidend für die Zukunft des Arbeitsmarktes.

Die Theorie: KI kann bereits viel leisten

Die Studie führt das Konzept der KI-Exposition ein – den Anteil der Aufgaben innerhalb eines Jobs, die KI theoretisch ausführen könnte. Die Ergebnisse sind bemerkenswert: In Bereichen wie Softwareentwicklung, Finanzen und Recht erreicht der Anteil oft 80–90 %. Selbst traditionelle Büro- und Verwaltungsaufgaben weisen einen sehr hohen Anteil auf.

Ein großer Teil der heutigen Wissensarbeit ist prinzipiell bereits KI-fähig. Das ist der blaue Bereich in der Grafik.

Die Realität: Wir nutzen nur einen Bruchteil davon

Nun kommt der entscheidende Teil. Die Studie misst auch die beobachtete Exposition – was KI tatsächlich im realen beruflichen Einsatz leistet. Und hier ändert sich das Bild komplett:

Statt 80–90 % liegt die tatsächliche Nutzung oft bei nur 20–40 %. In vielen Bereichen ist sie sogar noch geringer. Der rote Bereich bleibt weit hinter dem blauen zurück. Oder anders ausgedrückt: Wir nutzen derzeit nur einen Bruchteil dessen, was bereits möglich ist.

Das eigentliche Problem: Es dreht sich alles um die Akzeptanz

Was am wichtigsten ist: KI ist nicht der Engpass – WIR sind es. Warum?

🔥 Prozesse werden nicht neu gestaltet

🔥 Tools sind nicht tief genug eingebettet

🔥 Die Kompetenzen sind ungleichmäßig verteilt

🔥 Und meiner Meinung nach am wichtigsten: Die Denkweisen befinden sich immer noch im „Abwarten“-Modus

Derzeit wird KI weniger durch die Leistungsfähigkeit als vielmehr durch die Umsetzung eingeschränkt.

Warum das für HR und Führung wichtig ist

Im HR-Bereich konzentrieren wir uns oft auf:

👉 Welche Jobs werden verschwinden

👉 Welche Fähigkeiten werden benötigt

Beides ist berechtigt. Aber sie verfehlen den Kernpunkt. Die entscheidende Frage lautet: Wie schnell können wir KI-Fähigkeiten in echte Produktivität umsetzen?

Denn genau das wird Unternehmen voneinander unterscheiden:

Einige werden weiterhin über KI diskutieren, andere werden sie tatsächlich operationalisieren.

Meine Meinung: Wir überschätzen KI strategisch und unterschätzen sie operativ.

Strategisch wissen wir, was KI leisten kann. Operativ hinkt die Umsetzung jedoch noch hinterher. Und genau hier kommt die Führung ins Spiel: Nicht beim Verständnis von KI, sondern bei der Sicherstellung, dass sie tatsächlich genutzt wird.

Die Zukunft des Arbeitsmarktes wird nicht davon abhängen, was KI leisten kann. Sie wird davon abhängen, wie schnell wir die Lücke zwischen Potenzial und Umsetzung schließen.

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