Website-Icon SAATKORN

Talent Meets Bertelsmann: Wie der Medienkonzern internationale Talente anspricht

Das 2012er Sieger Team von "Talent Meets Bertelsmann"

Talent Meets Bertelsmann.

Die „Talent Meets Bertelsmann“ Microsite

Heute mal saatkorn. in halbeigener Sache, denn als Bertelsmann Konzernmitarbeiter freue ich mich auch schon auf die sechste Auflage des großen Bertelsmann Employer Branding Events „Talent Meets Bertelsmann“ (zumal wir die Veranstaltung im Hintergrund mit Medienfabrik I embrace begleiten). Zeit für ein Gespräch mit dem Employer Branding Verantwortlichen von Bertelsmann, Dr. Nico Rose. Auf geht’s:

Talent Meets Bertelsmann: Wie der Medienkonzern internationale Talente anspricht

saatkorn.: Im Juli findet wieder „Talent Meets Bertelsmann“ statt. Was sind Deine Erwartungen für die 2013er Ausgabe?
Ich bin einfach gespannt wie ein Flitzebogen auf die diesjährigen Teilnehmer. Wir haben ja beschlossen, dieses Jahr zum ersten Mal international für TMB zu rekrutieren. Wenn alles gut läuft, haben wir am Ende etwa 30 deutschsprachige Studenten und ebenso viele, die aus ganz Europa anreisen werden. Das bringt sicherlich nochmal eine ganze neue Dynamik in das Teilnehmerfeld, die Arbeit in den Workshops – und das Event an sich.

Das hat sich übrigens auch schon bei den Vorbereitungen gezeigt. Zum Beispiel musste ja auch das Marketing im Vorfeld komplett umgestellt, vor allem erweitert, werden. Dabei habe ich viel gelernt: welches ist das wichtigste Hochschulmagazin in England? In welche Online-Jobbörse schaut eigentlich ein schwedischer BWL-Student? Wie erreiche möglichst treffsicher einen spanischen Studenten auf Facebook?

saatkorn.: Sicherlich gibt es im Vergleich zu den Vorjahren einige neue Elemente, schließlich verändert sich Bertelsmann momentan ja sehr stark. Inwiefern spiegelt sich die Unternehmensentwicklung in der neuen TMB Ausgabe?
Außer der bereits zuvor genannten Veränderung ergibt sich zunächst, dass das Event auf Englisch umgestellt wird. Auch der komplette Auswahlprozess wurde auf das internationale Teilnehmerfeld angepasst. Wir setzen in diesem Jahr beispielsweise auf webbasierte, asynchrone Video-Interviews, um aus einer Liste von etwa 100 A-Kandidaten die letztlichen ca. 60 Teilnehmer herauszufiltern. Das ist wirklich ein tolles Tool – ich glaube, dass diese Technik die Zukunft des Recruitings entscheidend prägen wird. Es ist ungeheuer hilfreich, wenn ich mir die Kandidaten anschauen kann, wann und wo ich will. Oder: wenn sich – ebenso unkompliziert – zehn Kollegen einen Kandidaten anschauen können, anstatt nur zwei oder drei. Es hörte sich für einige meiner Kollegen erst mal merkwürdig an, wenn man die Leute bittet, ihre Antworten in die Kamera ihres Mobiltelefons zu sprechen. Aber die Kandidaten, allesamt Digital Natives, sind es eh gewohnt, über Tools wie Skype miteinander Kontakt zu halten. Für sie ist das völlig normal.

Ansonsten spiegelt sich die Unternehmensentwicklung wohl am meisten in den Workshop-Themen selbst wider. Wir verdienen heute einen Großteil unseres Geldes noch mit klassischen Medien, also z.B. Werbeeinnahmen aus linearem TV und Anzeigen in Zeitschriften. In den Workshop geht´s stattdessen z.B. um die Monetisierung von nichtlinearem Fernsehen (Video-on-Demand), den Nutzen von Big Data für die Journalisten und Vertriebler bei Gruner + Jahr, Customer-oriented App Services für die BPO-Kunden von Arvato, oder übergreifend die Frage, in welche Geschäftsfelder Bertelsmann verstärkt in Indien investieren sollte.

saatkorn.: Wird der Bertelsmann-Vorstand auch wieder vor Ort sein und sich aktiv mit einbringen? Wenn ja, wie läuft das?
Laut aktuellem Stand werden die Studenten ihre Cases vor einer Jury präsentieren, die aus unserem CEO Thomas Rabe, Judith Hartmann (CFO), Achim Berg, dem kürzlich ernannten CEO von arvato, Julia Jäkel, CEO von Gruner + Jahr, sowie Fernando Carro, dem CEO unserer Direktmarketing- und Clubgeschäfte präsentieren. Im Grunde wissen die Teilnehmer nach dem Event also, wie es ist, eine Vorstandspräsentation in einem Weltkonzern zu halten. Das ist sicherlich ein Stretch, aber eben auch eine spannende Herausforderung. Und abends stehen diese Personen natürlich als Ansprechpartner zur Verfügung. Wir machen immer Flying Dinner, es gibt keine Tische und dementsprechend auch keine Tischordnung. Wer sich also immer schon mit unserem Vorstand persönlich austauschen wollte, kann das an problemlos tun.

Ich möchte das aber nicht so sehr auf den Vorstand reduziert wissen. Wir laden für den Haupttag der Veranstaltung noch eine große Anzahl weiterer Unternehmensvertreter ein, viele davon wiederum in Top-Positionen. Im Grunde gibt es eine Art 1:1-Verhältnis zwischen Studenten und unserem Management. Ich glaube, im Kern ist es die dieses große persönliche Engagement, was TMB als Veranstaltung so besonders macht.

saatkorn.: Nach 6 Jahren stellt sich die Frage, was TMB Bertelsmann eigentlich bislang gebracht hat. Wie viele Einstellungen sind über das Format bislang zustande gekommen?
Wir sprechen über eine hohe zweistellige Anzahl an Festanstellungen und natürlich auch eine Unmenge Praktika und Abschlussarbeiten. Hierbei ist dann noch zu berücksichtigen, dass das etwa zu 75% absolute Top-Einstiegsplätze im Konzern betrifft, also z.B. Vorstandsassistenzen oder das Corporate Development.

Trotzdem werde ich nicht müde zu betonen, dass TMB im Kern kein Recruiting-, sondern ein Employer Branding-Event ist. Realistisch betrachtet könnten man die zuvor genannten Einstellungen vermutlich auch mit weniger Ressourcen generieren. Doch aus meiner Sicht sind die Rekrutierungen eher ein „Windfall Profit“. Mir ist wichtiger, dass die Teilnehmer unser Event mit leuchtenden Augen verlassen und ihren Freunden und Kommilitonen davon erzählen. Und natürlich freue ich mich auch über die durchaus ansehnlich Presse- und Social-Media-Berichterstattung, die wir jedes Jahr aufs Neue generieren.

Und schließlich geht es uns auch darum, die Marke „Create Your Own Career“ nach innen erlebbar zu machen – deshalb auch die vielen Unternehmensgäste. Bertelsmann ist bekanntlich ein sehr dezentral geführter Konzern. Jede Division macht zunächst mal „ihr Ding“ – und das ist auch gut so. Aber bei TMB kommen all diese Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen und feiern eine große „Create Your Own Career-Party“. Es wird mit allen Sinnen erlebbar, dass Bertelsmann mehr ist, als die Summe der verschiedenen Unternehmensteile.

saatkorn.: Ihr fahrt ja mit TMB eine regelrechte Talent Relationship Maßnahme, denn ergänzend zum eigentlichen Event gibt es ja jährlich eine Nachfolgeveranstaltung für Alle, die bislang jemals zum Event eingeladen waren. Erzähl uns doch hierzu bitte mehr.
TMB war von Anfang als Netzwerkveranstaltung gedacht.  Jedes Jahr findet im Herbst ein eigenes TMB-Alumni-Meeting statt, zu dem wir alle studentischen Teilnehmer aus allen Jahren immer wieder einladen, egal, ob sie noch im Studium sind, bei Bertelsmann arbeiten, oder bei einem anderen Unternehmen eingestiegen sind.

Letztes Jahr waren wir mit knapp 100 Leuten im Soho House. Das ist einerseits einfach ein „netter Abend“ mit Essen, dem einen oder anderen Bier und guter Musik. Andererseits hilft es uns natürlich, mit Menschen Kontakt zu halten, die direkt nach dem Event nicht bei uns eingestiegen sind. Vielleicht hat jemand kurz nach dem Event bei einer Unternehmensberatung angefangen und sucht nach einer attraktiven Exit-Option? Diese langfristige Denkweise führt übrigens dazu, dass von den zuvor genannten Festeinstellungen nur etwa die Hälfte unmittelbar nach dem Event erfolgt. Die andere Hälfte findet dann mit zum Teil mehreren Jahren Abstand zu uns.

Ebenso geht es aber einfach darum, das TMB-Community-Erlebnis zu erneuern. Die Begeisterung für TMB führt übrigens jedes Jahr wieder dazu, dass auch Menschen, die derzeit bei anderen Unternehmen arbeiten, z.B. auf Facebook für unsere Veranstaltung werben. Das ist echtes Commitment.

saatkorn.: In der Vergangenheit waren auch immer coole Bands für die Party am zweiten Abend am Start. Wer rockt diesmal?
In diesem Jahr heißt es „I wanna dance with somebody!“ Die Schweden Mando Diao werden das Haus rocken. Darauf freue ich mich schon sehr. Nachdem unser Musikrechtebereich vor kurzem u.a. das Label Sanctuary Records übernommen hat, träume ich allerdings schon heimlich davon, im nächsten Jahr Iron Maiden oder Motörhead einzuladen. 😉

saatkorn.: Ich glaube, Priest sind inzwischen auch bei uns unter Vertrag  😉
Also: viel Spaß und Erfolg mit TMB 2013, ich freue mich auch schon drauf!

 

Die mobile Version verlassen