Stellenanzeige Texten: 5 Regeln & Workshop Verlosung

Stellenanzeige Texten: worauf muss man dabei eigentlich achten? Im Folgenden fasse ich die 5 wichtigsten Regeln zusammen; darüber hinaus verlose ich einen Workshop „KLARTEXT – der Inhouse-Textworkshop für Recruiter. Individuell für Ihr Unternehmen“, doch dazu unten mehr.

Jetzt aber erstmal ins Thema, denn das Texten von Stellenanzeigen ist aus folgenden Gründen wichtiger, als man gemeinhin denkt:

  • Du musst mit Deiner Stellenanzeige aus einer riesigen Masse herausstechen.
    In Deutschland sind jeden Tag zwischen 1 und 1,5 Millionen Stellenanzeigen online. Um in dieser riesigen Masse aufzufallen, muss Dein Gesuch bestechen – sowohl mit dem richtigen Design als auch mit einem Text, der den Leser anspricht.
  • Du musst mit Deiner Stellenanzeige in wenigen Sekunden überzeugen.
    Da sich der Arbeitsmarkt weg vom Anbieter-, hin zum Nachfragermarkt entwickelt, erreichen wir ähnliche Zustände wie im Produktmarketing. Unternehmen bewerben sich bei Kandidaten, nicht umgekehrt. Ähnlich wie im Produktmarketing müssen wir auf allen Ebenen – und vor allem schnell – überzeugen.
  • Du musst überzeugend argumentieren.
    Dazu solltest Du wissen, wofür Dein Unternehmen als Arbeitgeber steht. Hier ist einerseits eine klare Employer Brand wesentlich, andererseits solltest Du der Versuchung widerstehen, das übliche Buzzword-Bingo einzusetzen. Hier empfehle ich einen Blick in die lesenswerte Studie von EMPLOYER TELLING.

Soweit die Vorrede. Kommen wir zu den 5 wichtigsten Regeln beim Stellenanzeige Texten:

  1. Schreibe die Stellenanzeige für Deinen Bewerber
    Beim Texten von Stellenanzeigen – wie übrigens auch im Personalmarketing – wird ganz oft nicht aus der Perspektive der Zielgruppe, sondern aus der des Arbeitgebers gedacht. Aber wen willst Du überzeugen? Richtig: den Bewerber. Und das möglichst individuell. Hilfreich ist es, wenn Du Dir beim Schreiben eine konkrete Person vorstellst, an die Du Dich mit Deinem Text richtest. Zum Beispiel Karin:

    Habe beim Stellenanzeige Texten den Bewerber vor Augen!
    Habe beim Stellenanzeige Texten den Bewerber vor Augen!

    Karin hat bestimmte Wünsche, Fähigkeiten, Sorgen und Nöte. Wenn Du willst, dass sie sich bewirbt, dann muss das, was Du schreibst, für sie interessant sein, ihre Welt betreffen. Und Sie muss einen Nutzen erkennen können. Es geht nicht um die Bedürfnisse der Fachabteilung, es geht nicht um die Wünsche des Konzerns. Es geht um Karin.Mit dem Text der Stellenanzeige den Bedürfnissen der Zielgruppe zu entsprechen, ist die in meinen Augen wichtigste – und schwierigste – Regel. Es handelt sich um eine Stellenanzeige – deshalb musst Du denken wie jemand, der ein Produkt vermarktet. Nicht unbedingt einfach für einen Personaler …
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  2. Verwende einen Jobtitel, unter dem sich der Bewerber etwas vorstellen kann
    Bei Jobbezeichnungen findet man die unglaublichsten Beispiele, siehe die Grafik ganz oben! Doch auch und gerade hier gilt: Bewerbersicht schlägt Organisationssicht. Mag ja sein, dass der Job intern „Presales Business Architect“ heißt. Aber draußen auf dem Arbeitsmarkt kann sich kaum jemand etwas darunter vorstellen. Versetze Dich also in den Bewerber. Nach welcher Jobbezeichnung würde der Wunschkandidat wohl suchen?
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  3. Beschreibe Aufgabe, Tätigkeiten und Anforderungen kurz und konkret
    Wichtig beim Schreiben von Stellenanzeigen ist, dass Du Dir Zeit nimmst, starke, aussagekräftige Inhalte zu schaffen. Fasse Dich so kurz wie möglich und veranschauliche präzise und konkret, worum es bei der Stelle geht. Wichtig: Wenn Du das selbst nicht so genau weißt, worum es geht, solltest Du bei der Fachabteilung nachhaken: Worauf kommt es in diesem Job an? – Das gilt auch für die Kenntnisse und Fähigkeiten, die der Bewerber mitbringen muss. Und erkläre in knappen Worten, warum genau diese Kenntnisse und Fähigkeiten für den Job wichtig sind. Pass auf, dass Du dabei nicht in die Floskelfalle tappst. Der ausgeschriebene Job wird NICHT GREIFBARER, wenn in den Anforderungen die immergleichen Worthülsen zu finden sind: Bewerber sollen engagiert, flexibel, strukturiert und teamfähig sein. Sie sollen eine hohe Einsatzbereitschaft, gutes Englisch und eine strukturierte Arbeitsweise mitbringen. Blablabla. Tausendmal gehört, tausendmal ist nix passiert. Gesucht wird ja meist die eierlegende Wollmilchsau 😉

    Beim Stellenanzeige Texten wird meist - fälschlicherweise! - die eierlegende Wollmilchsau gesucht...
    Beim Stellenanzeige Texten wird meist – fälschlicherweise! – die eierlegende Wollmilchsau gesucht…

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  4. Stelle die Mitarbeitervorteile klar heraus!
    Sehr viele Stellenanzeigen stellen die Benefits für Mitarbeiter nicht klar heraus. Das ist in Deutschland ein Relikt aus Zeiten, in denen der Arbeitsmarkt noch ein Anbietermarkt war und die Stellenanzeige eher reine Information denn (An-)Werbemittel war. Dabei gäbe es gerade zu den Mitarbeitervorteilen oft eine Menge zu erzählen. Begeistere Kandidaten mit Informationen zur betrieblichen Altersversorgung, zur Kantine, zur Kinderbetreuung, zum Sportprogramm, zu Umzugshilfen, zu Bonus- und Provisionierungsmodellen, zu Mitarbeiterrabatten oder zur Abwechslung mal zum Gehalt. Gerade Letzteres wäre in Deutschland eine wirkliche differenzierend. Eine Angabe hierzu findet man fast nie, was angesichts der Bedeutung des Gehalts vollkommen absurd ist.
    Klar, das Texten von Stellenanzeigen wird so erheblich aufwändiger, gelten in der Regel doch nicht die gleichen Benefits für alle Mitarbeiter. Aber mit standardisierten Textblöcken wird es immer schwieriger werden, passende Kandidaten zu gewinnen.
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  5. Kümmere Dich um Suchmaschinenoptimierung und Qualitätssicherung
    Diese beiden Themen haben vielleicht auf den ersten Blick nicht viel mit dem Texten von Stellenanzeigen zu tun. Auf den zweiten aber schon, denn 75 Prozent aller Jobsuchen laufen heute schon über Google. Wenn Deine Stellenanzeige also nicht für eine Suchmaschine optimiert ist, wird sie nicht gefunden. Daher solltest Du zumindest die wichtigsten Parameter wie die Länge des Jobtitels und die Meta Description beachten. Tja, und vergiss die Qualitätssicherung nicht: Rechtschreibprüfung, Dokument ausdrucken, nochmals – idealerweise von einem Kollegen aus der Fachabteilung – lesen lassen. Und dann: auf geht’s.

Das Thema Stellenanzeige Texten ist also reichlich komplex, wie mein rudimentäres Artikelchen hier schon zeigt. Wer es genau wissen muss und möchte, dem sei der Workshop „KLARTEXT – der Inhouse-Textworkshop für Recruiter. Individuell für Ihr Unternehmen“ von TERRRITORY Embrace ans Herz gelegt.

Unter allen saatkorn.-Newsletter LeserInnen verlose ich 1 Workshop „Klartext – Stellenanzeigen wirkungsvoll texten“ für das entsprechende Unternehmen!

Um den Workshop für Dein Unternehmen zu gewinnen, musst Du nur 2 Dinge tun:

Erstens: Trage Dich in den saatkorn. Newsletter ein:

Zweitens: Schick mir eine Mail mit dem Stichwort „Stellenanzeige“ und Deiner Adresse an: gewinne@saatkorn.com

Viel Glück!

 

Gero Hesse

Gero Hesse

Ich bin Gero Hesse, Macher, Berater und Blogger in den Themenfeldern Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting, Social Media und New Work. Mehr Infos über Gero Hesse.

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